Kolumne von Dr. med. Josef Kirchner
Nachdem wir die Anorexie jahrzehntelang als rein psychosomatische Erkrankung aufgefasst und behandelt haben, zeigen neueste Forschungen einen Gesichtspunkt, dessen Auswirkungen wir noch nicht abschätzen können. Durch eine ungünstig zusammengesetzte Darmflora wird im Mittelhirn kein Hungerempfinden ausgelöst und der Stoffwechsel stellt sich auf Sparflamme.
Tierexperimentelle Daten unterstreichen die funktionelle Bedeutung: Überträgt man Stuhl von Anorexie-Patientinnen auf keimfreie Mäuse, entwickeln diese typische Verhaltens- und Stoffwechselmuster der Erkrankung – darunter verstärktes Angstverhalten, fehlende Gewichtszunahme und eine atypische Fettverteilung mit Ablagerung im Knochenmark.
Diese Resultate weisen darauf hin, dass mikrobielle Stoffwechselprodukte sowohl Essverhalten als auch emotionale Regulation beeinflussen und die Aufrechterhaltung der Erkrankung begünstigen könnten.
Wenn sich diese Beobachtungen in den kommenden Studien bestätigen, verbessert sich die Heilungsquote deutlich. Wer nicht auf die Ergebnisse der kommenden Forschung warten möchte, kann aber jetzt schon seine Darmflora verbessern, indem er auf bereits erhältliche Produkte zurückgreift.
Hier nur drei Beispiele: OMNi BiOTiC metabolic oder Kijimea advance, beide in ihrer Apotheke erhältlich, oder Flora Essentials 30 bei sunday natural.de online. Diese Präparate sollte man als Kur einen Monat lang täglich nach dem Abendessen einnehmen.
Bleiben sie nachdenklich!
Ihr Dr. med. Josef Kirchner



