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Mittwoch, Oktober 14, 2026
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Baustart für Parkhauserweiterung auf dem Quirlsberg

Auf dem Gesundheitscampus Quirlsberg in Bergisch Gladbach haben die Bauarbeiten für die Erweiterung des Parkhauses begonnen. Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Startschuss für ein Projekt gefallen, das moderne Parktechnik mit einem besonderen Stück lokaler Industriegeschichte verbindet. Das Vorhaben hat ein Volumen von 4,5 Millionen Euro und soll die Zahl der Stellplätze am Evangelischen Klinikum deutlich erhöhen.

Unmittelbar neben dem bestehenden Parkhaus am Evangelischen Klinikum Bergisch Gladbach entsteht ein viergeschossiger Erweiterungsbau mit einer Fläche von rund 5.300 Quadratmetern. Durch den Neubau werden 175 zusätzliche Stellplätze geschaffen. Nach der Fertigstellung stehen damit auf dem Gelände insgesamt 400 Parkplätze zur Verfügung, was die Erreichbarkeit des Klinikums für Patientinnen, Patienten und Besucher spürbar verbessern soll.

Errichtet wird das neue Parkhaus als Systembau. Der hohe Grad an Vorfertigung sorgt dafür, dass die Bauzeit vergleichsweise kurz ausfällt. Entsprechend ist die Fertigstellung bereits für Ende Juni 2027 vorgesehen, sodass die zusätzlichen Stellplätze in absehbarer Zeit genutzt werden können.

Im Zuge der Erweiterung wird auch die Verkehrsführung rund um das Parkhaus neu organisiert. Künftig sind Ein- und Ausfahrt voneinander getrennt: Wer das Parkhaus anfahren möchte, gelangt über die Ferrenbergstraße auf das Gelände, während die Ausfahrt über die Hauptstraße erfolgt. Diese klare Trennung soll den Verkehrsfluss ordnen und für mehr Übersichtlichkeit sorgen.

Auch technisch ist der Erweiterungsbau auf dem neuesten Stand. Ein Farbleitsystem mit Einzelplatzerfassung signalisiert den Besucherinnen und Besuchern über rote und grüne Leuchten auf einen Blick, welche Stellplätze noch frei sind. Ergänzt wird die Ausstattung durch E-Ladestationen für Autos sowie neue Fahrradstellplätze. Auf dem Dach des Gebäudes wird zudem eine Photovoltaikanlage installiert, die zur Energieversorgung beiträgt.

Um die verschiedenen Ebenen des Parkhauses bequem erreichen zu können, werden neben dem bereits vorhandenen Aufzug zwei weitere Fahrstühle eingebaut. Einer von ihnen wird als Expressaufzug ausgeführt und verbindet das unterste Geschoss direkt mit dem Obergeschoss, was die Wege für die Nutzerinnen und Nutzer verkürzt.

Parkhaus entsteht über historischen Kalköfen

Eine Besonderheit des Bauprojekts verbirgt sich direkt unter dem neuen Parkhaus: Die Erweiterung wird über den beiden historischen und denkmalgeschützten Kalköfen „Zillertal“ errichtet. Diese Relikte aus dem 19. Jahrhundert bleiben erhalten und wurden durch den Gesundheitscampus Quirlsberg bereits im Vorfeld aufwendig restauriert. Künftig sollen sie besser in Szene gesetzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

„Die Rettung der Kalköfen ist für uns im Geschichtsverein schon seit mehr als zehn Jahren ein wichtiges Anliegen. Sie sind ein Stück Industriegeschichte von Bergisch Gladbach“, sagt Lothar Eschbach, Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Gesundheitscampus Quirlsberg einen Bauherrn getroffen haben, der sich um den Erhalt und die Restaurierung gekümmert hat. Jetzt ist es schön zu sehen, dass es mit dem Bau losgeht und wir die weitere Entwicklung begleiten dürfen.“

Von den einst rund 80 Kalköfen in Bergisch Gladbach sind heute nur noch die Anlagen am Quirlsberg und an der Grube Cox erhalten. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) plant der Geschichtsverein, die Kalköfen künftig in einen Erlebnispfad einzubinden und ihre Geschichte erlebbar zu machen. Vor Ort sollen Hinweistafeln sowie digitale Informationen über QR-Codes über die Anlagen aufklären. Wegen der historischen Bedeutung des Areals ist auch die Untere Denkmalbehörde der Stadt Bergisch Gladbach eng in den Prozess eingebunden.

Fossilien im Baufeld entdeckt

Bereits im Jahr 2022 fanden auf dem Gelände erste archäologische und paläontologische Voruntersuchungen statt. Bei der Vorbereitung des Baufeldes für die Parkhauserweiterung wurde der abgetragene Boden zudem sorgfältig untersucht. Tatsächlich kamen dabei kleinere Fossilien zum Vorschein. Diese Funde werden durch das Fachunternehmen Archaeo|Net katalogisiert und archiviert.

Generalunternehmer für die Parkhauserweiterung ist das Unternehmen Goldbeck. Der europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsanbieter realisiert unter anderem Büro- und Schulgebäude, Hallen, Feuerwachen, Parkhäuser und Wohngebäude. An der Planung des Vorhabens ist außerdem das Architekturbüro Zimmer Architekten beteiligt, das die Umsetzung des Projekts begleitet.

Quelle: Gesundheitscampus Quirlsberg

Redaktion
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Murat Uelbeyi ist Chefredakteur und Verlagsleiter beim Regio GO Magazin. Der gelernte Grafik-Designer studierte in Wuppertal Kommunikationsdesign und arbeitete als Art-Director in nahmhaften Agenturen ehe er 2004 seine eigene Werbeagentur gründete.
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