Beim diesjährigen Landeswettbewerb Mathematik haben Grundschulkinder aus dem Oberbergischen Kreis mit außergewöhnlichen Leistungen für Aufsehen gesorgt: Gleich drei der fünf Siegerkinder erreichten Spitzenplätze auf Landesebene. Mit derart starken Ergebnissen hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. Levi Koch von der FCBG Peisel in Gummersbach wurde dabei erstmals Titelverteidiger. Bereits im vergangenen Jahr hatte er als Drittklässler das beste Ergebnis auf Kreisebene erzielt und konnte seinen Titel in diesem Schuljahr erneut sichern. Auch Matteo Nunez-Kreische (GVB Wiehl), Nikolaj Stefanovski (GSV St. Antonius, Wipperfürth), Tim Unruh (GGS Nümbrecht) und Simon Wittmer (GGS Wiedenest, Bergneustadt) zählen zu den besten Grundschülern des Oberbergischen Kreises. Das Niveau des Wettbewerbs war in diesem Jahr besonders hoch: Levi Koch erreichte mit seiner Punktzahl Platz 2 auf Landesebene, Matteo Nunez-Kreische belegte Platz 3 und Nikolaj Stefanovski Platz 4.
Auf Landesebene belegen gleich drei oberbergische Matheasse Siegerplätze
Insgesamt beteiligten sich in Nordrhein-Westfalen rund 33.000 Grundschulkinder aus 1039 Schulen an dem Wettbewerb. 1.200 von ihnen schafften den Sprung in die dritte Runde. Im Oberbergischen Kreis stellten sich knapp 1.500 Schülerinnen und Schüler dem Wettkampf, von denen 30 Kinder die Finalrunde erreichten. Die fünf Bestplatzierten kamen beim Finale in Bergneustadt-Wiedenest auf mehr als 30 von 40 möglichen Punkten.
Einen besonderen Weg auf das Siegertreppchen legte Nikolaj Stefanovski zurück, der es sozusagen „aus dem Stand“ schaffte. Der Viertklässler stammt aus Nordmazedonien und lebt erst seit drei Jahren in Deutschland. Neben seinem mathematischen Talent zeichnet er sich zudem durch ausgeprägte Sprachbegabung aus. Die anspruchsvollen Textaufgaben stellten für ihn daher „kein Problem!“ dar.
Die Lehrkräfte, Eltern und Geschwister, die an der Siegerehrung im Staatlichen Schulamt für den Oberbergischen Kreis in Gummersbach teilnahmen, kamen bei den Knobelaufgaben dagegen ins Schwitzen. Die Aufgabenstellungen des Mathematikwettbewerbs für Grundschulen unterscheiden sich deutlich von denen des üblichen Matheunterrichts. „Es ist wichtig, dass die Schulen solche Aufgabenformate anwenden. So bilden die Kinder frühzeitig Strategien und Kompetenzen aus.“, betonte Schulrat Reiner Pfesdorf. Gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin Heidrun Schmeis-Noack gratulierte er den Grundschülern zu ihren Leistungen.
Die „besonders hohe Qualität“ der diesjährigen Wettbewerbsergebnisse im Oberbergischen Kreis würdigten auch Matthias Greven, Schulleiter der GGS Wiedenest, und Tim Dörpinghaus, Schulleiter der OGS Lindlar-Ost. „Über einen Prüfungszeitraum von 120 Minuten konzentriert zu arbeiten, sich auch von schwierigen und außergewöhnlichen Aufgaben nicht entmutigen zu lassen und Lösungswege zu finden, das sind Herausforderungen, die unsere Schüler mit Bravour gemeistert haben.“, freute sich Mathias Greven. Die beiden Rektoren organisieren den Mathematikwettbewerb auf Kreisebene abwechselnd. Nach einem kleinen Festakt in Dortmund, bei dem auch die oberbergischen Landessieger geehrt wurden, stellten die Viertklässler ihr Können nun erneut in Gummersbach unter Beweis. Neben ihren Siegerurkunden erhielten die Grundschüler Strategiespiele und Bücher, mit denen sich einige der jungen Matheasse bereits während der Feierstunde intensiv beschäftigten.
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Quelle: Oberbergischer Kreis



