Wenn Bauteile sicher befestigt oder Anschlussstellen zuverlässig abgedichtet werden sollen, muss nicht immer gebohrt, geschraubt oder genagelt werden. Moderne Hybrid-Polymer-Kleber verbinden die Eigenschaften von Montagekleber und Dichtstoff. Sie eignen sich deshalb für viele Arbeiten im Innen- und Außenbereich – von Sockelleisten und Fensterbänken bis zu Platten, Profilen oder kleineren Reparaturen.
Ein Vorteil elastischer Klebeverbindungen: Sie können geringe Bewegungen zwischen unterschiedlichen Materialien ausgleichen. Das ist besonders dort hilfreich, wo Holz, Metall, Stein oder Kunststoff aufeinandertreffen und sich durch Temperatur oder Feuchtigkeit unterschiedlich ausdehnen. Gleichzeitig bleiben sichtbare Oberflächen frei von Schraubenköpfen und Bohrlöchern.
Entscheidend für ein gutes Ergebnis ist die Vorbereitung. Die Klebeflächen sollten tragfähig, möglichst sauber sowie frei von Staub, Fett und losen Bestandteilen sein. Der Kleber wird meist in gleichmäßigen Raupen aufgetragen. Anschließend werden die Bauteile innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit zusammengefügt und bei Bedarf bis zur ausreichenden Anfangsfestigkeit fixiert.
Bei schweren oder sicherheitsrelevanten Bauteilen darf die Klebung mechanische Befestigungen nur ersetzen, wenn das Produkt dafür ausdrücklich freigegeben ist. Auch Fugenbreite, Materialtemperatur und die vorgeschriebene Aushärtezeit sollten berücksichtigt werden. Bei unbekannten Materialien, Naturstein oder empfindlichen Kunststoffen empfiehlt sich grundsätzlich ein Vorversuch. Hinweise zu Verarbeitung und Belastbarkeit liefert das technische Datenblatt. So lassen sich Fehlanwendungen vermeiden, Materialien schonen und dauerhaft saubere Ergebnisse erzielen – bei Neubau, Renovierung und Reparatur gleichermaßen im Alltag.



