Autofahrerinnen und Autofahrer in Radevormwald könnten künftig ihre Verbundenheit mit der Stadt direkt am Fahrzeug zeigen: Die Verwaltung setzt sich für ein eigenes Kfz-Kennzeichen mit dem Kürzel „RVW“ ein.
Dazu hat sich die Stadt einer bundesweiten Initiative der Fachhochschule Heilbronn angeschlossen, die unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Borchert steht. Ziel der Initiative ist es, Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Einführung eines eigenen Kfz-Kennzeichens zu ermöglichen.
Damit dies gelingen kann, muss zunächst die derzeit geltende Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) angepasst werden – eine Entscheidung, die letztlich beim Bund liegt. Der Bundesrat hatte den Wunsch der Länder nach einer entsprechenden Änderung bereits am 6. März 2026 in einer Entschließung bekräftigt. Derzeit prüft der Bund die konkrete Umsetzung. Ein eigenes Kennzeichen wäre für die Bürgerinnen und Bürger eine zusätzliche, freiwillige Wahlmöglichkeit. Wer seine Verbundenheit mit Radevormwald auch im Straßenverkehr sichtbar machen möchte, könnte sich künftig bewusst für das Kennzeichen „RVW“ entscheiden. Das bisherige Kennzeichen bliebe dabei selbstverständlich weiterhin erhalten.
„Ein eigenes Kfz-Kennzeichen ist mehr als eine Buchstabenkombination. Es kann die Identifikation mit der eigenen Stadt stärken, die Verbundenheit zur Heimat sichtbar machen und gleichzeitig dazu beitragen, Radevormwald über die Stadtgrenzen hinaus noch präsenter zu machen“, betont Bürgermeister Dejan Vujinovic.
Die Erfahrungen mit der Wiedereinführung zahlreicher Altkennzeichen in Deutschland belegen, dass solche Angebote von der Bevölkerung gut angenommen werden. Ein eigenes Kennzeichen könnte somit nicht nur die lokale Identität festigen, sondern auch dem Stadtmarketing dienen und die Bekanntheit Radevormwalds steigern.
Für die Stadt entstehen durch die Teilnahme an der Initiative keine Kosten. Ebenso soll die Nutzung des Kennzeichens für die Bürgerinnen und Bürger freiwillig bleiben.
Bundesweit verfolgen – Stand Juni 2026 – bereits mehr als 100 Städte und Gemeinden mit über 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern das Ziel, künftig ein eigenes Kfz-Kennzeichen einführen zu können.
Quelle: Stadt Radevormwald



